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BJV-Marktheidenfeld
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BJV-Marktheidenfeld
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Geschichte

Bereits lange vor der Gründung des Bayerischen Jagdschutz- und Jägerverbandes im Jahr 1947 durch Dr. Oskar Kellner aus Augsburg war die Jägerschaft im Altlandkreis Marktheidenfeld um verschiedene Zusammenschlüsse bemüht. Aus den Aufzeichnungen von August Ludwig (1884–1964) geht hervor, dass die Jagdgesellschaft Marktheidenfeld im November 1922 mit Wirkung vom 1. Januar 1923 gegründet wurde und sich durch Rundschreiben vom 1. November 1928 mit Wirkung zum 1. Januar 1929 wieder auflöste. Grund der Auflösung: »Die jagdliche Kameradschaft ließ während der ganzen Zeit manches zu wünschen übrig«.


Auch in Trennfeld gründete sich mit 1. Januar 1926 eine Jagdgesellschaft. So wurden 1929 fünf und 1930 noch einmal vier böhmische Hasen ausgesetzt. Auch existierte eine Ortsgruppe Marktheidenfeld im Gebrauchshundeverein »Mainspessartecke«, die unter Leitung von August Ludwig am 5. Januar 1930 eine Bauprüfung mit vier Hunden durchführte.


Ein überregionaler Zusammenschluß bildete sich 1926. Unter Forstmeister Geheimrat Reder aus Bischbrunn wurden die Jäger aus den Kreisen Karlstadt, Lohr und Marktheidenfeld zu einer Kreisjägervereinigung zusammengeführt. Ab 1934 bestand die Kreisjägerschaft Marktheidenfeld mit Dr. Eugen Müller als Kreisjägermeister. 1942 löste ihn Heinrich Förstel aus Kreuzwertheim in diesem Amt ab.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zusammenbruch 1945 mussten die Jagdwaffen abgeliefert werden, die Jagdhoheit lag bei den Besatzungsmächten. Es begannen sich auf jagdlichem Gebiet Verhältnisse auszubreiten, die denen der traurigen Zeit um 1848 in nichts nachstanden. Wahlloses Jagen durch die Besatzer und Wilderertum führten zur Ausplünderung der Wildbahnen.


Ein Jahr nach Gründung des BJV und der Rückführung der Jagdhoheit in deutsche Hände, gründete der damalige Jagdberater Martin Aurich im Jahr 1948 mit Heinrich Mehling, August Ludwig, Dr. Adolf Meyer, Adam Mohr, Kurt Jeßberger und Philipp Günzelmann die Kreisgruppe Marktheidenfeld. Bürgermeister Philipp Günzelmann aus Kreuzwertheim wurde der erste Vorsitzende. Er verstand es, den Grundstein für das Ansehen der Jägerschaft und eine gute Kameradschaft zu legen.


Sein Nachfolger wurde 1955 Forstamtmann Otto Preßler aus Stadtprozelten, dem die Schaffung der Anlagen für jagdliches Schießen auf den Ständen der kgl. priv. Schützengesellschaft zu danken ist. Man war aktiv: Vorbereitungslehrgänge zur Jägerprüfung wurden abgehalten, durch Bernhard Versch und Erwin Henle Brauchbarkeitsprüfungen für Jagdhunde durchgeführt, und das jagdliche Schießen gepflegt.

 

Kurt Jeßberger wird Vorsitzender

Nach dem Tod von Otto Preßler wurde 1961 Kurt Jeßberger zum ersten Vorsitzenden gewählt. Er bekleidete dieses Amt 31 Jahre lang bis 1992. Unter seiner Führung nahm der BJV Marktheidenfeld einen steten Aufstieg. Gehörnschau mit Hauptversammlung, Übungs- und Preisschießen, herbstliche Hasenjagden mit großen Strecken und eine gut besuchte Hubertusfeier waren die alljährlichen Schwerpunkte. Kurt Jeßberger gründete nach seiner Wahl zum ersten Vorsitzenden das Jagdhornbläsercorps, das unter der Leitung von Förster Gustl Hefter ab Herbst 1961 auf dem Fürst-Plesshorn übte. Das Jagdhornbläsercorps wuchs unter Hornmeister Rudi Fries, der die Leitung von 1971 bis 2005 hatte, auf vierzehn Aktive an. Seit Ende der siebziger Jahre blasen die Jagdhornbläser auf dem Parforcehorn in Es. Seit 2005 übernahm Karl Schneider die Leitung des Bläsercorps. Die Jagdhornbläser sind das Aushängeschild der Kreisgruppe Marktheidenfeld. Zum 30-jährigen Bestehen fand 1991 ein großes Bläsertreffen unter Schirmherr und Gönner Dr. Hans Wilhelm Renkhoff in Marktheidenfeld statt.

 

Auswirkungen der Gebietsreform

Unsere Kreisgruppe musste mit der Gebietsreform 1972 einen schmerzlichen Verlust hinnehmen. Acht Gemeinden Böttigheim, Helmstadt, Holzkirchen, Holzkirchhausen, Neubrunn, Remlingen, Üttingen und Wüstenzell wurden dem Landkreis Würzburg und sechs Gemeinden Altenbuch, Breitenbrunn, Dorfprozelten, Faulbach, Neuenbuch und Stadtprozelten dem Landkreis Miltenberg zugeordnet (Schade!).

 

Von 1992 bis 2007

Im Jahr 1992 wurde Hermann Fischer aus Erlenbach als Nachfolger von Kurt Jeßberger zum ersten Vorsitzenden gewählt. Bei einer leicht schwankenden Mitgliederzahl um 180 Personen wurde der Verband in bewährter Weise weiter geführt. Probleme gab es bei den hohen Abschussforderungen beim Rehwild aufgrund des Vegetationsgutachtens mit den Forstbehörden und der Unteren Jagdbehörde. Um die Situation zu entschärfen, wurden die ehemals vier Hegeringe Kreuzwertheim, Esselbach, Marktheidenfeld und Urspringen durch Zusammenlegung von Marktheidenfeld und Urspringen auf drei reduziert. Die drei Hegeringe umfassen zusammen eine Fläche von 21886 ha.

 

Aktuell

Nach fünfzehn Jahren stand Hermann Fischer zur Wahl als erster Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung. Die Geschicke des Verbandes führte von 2007 bis 2011 Jürgen Versch aus Hasloch, der dann aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat. Der zweite Vorsitzende Günter Riedel leitete die Kreisgruppe bis zur Neuwahl im April 2013 kommissarisch. Bei der Hauptversammlung im April 2013 wurde Günter Riedel zum ersten Vorsitzenden gewählt.

 

Impressum:
Bayerischer Jagdschutz- und Jägerverband e. V.
Kreisgruppe Marktheidenfeld
1. Vorsitzender Günter Riedel
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